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#ReframingQuotenfrau - Frauenquoten haben eine positive Wirkung

Der Begriff der „Quotenfrau" soll in Österreich neu besetzt werden. In den sozialen Netzwerken wurde die Initiative #ReframingQuotenfrau ins Leben gerufen, um den Begriff nachhaltig positiv zu besetzen. Vorbild ist Deutschland, wo es ähnliche Initiativen gibt. Bei unserem „Nachbarn“ soll nach der Quotenregelung im Aufsichtsrat auch eine Frauenquote für den Vorstand eingeführt werden. Die deutsche Regierung hat im Jänner einen Gesetzesentwurf präsentiert, wonach in Vorständen mit vier und mehr Mitgliedern künftig zumindest ein Posten mit einer Frau besetzt werden muss. Die deutsche Diskussion schwappt nun auch auf Österreich über. Gerade in der aktuellen Krise hat sich gezeigt, was Frauen leisten und dass sie es sind, die weite Teile des Systems am Laufen halten. Viele Mütter kümmern sich neben ihrer Erwerbstätigkeit auch noch um Haushalt, die Kinderbetreuung und Home-Schooling. Gleichbehandlung und Chancengleichheit für Frauen und Männer dürfen in der Krise nicht vergessen werden. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass mehr Frauen ins Management kommen. Frauen führen Unternehmen nachhaltiger und können die Probleme und Sorgen der weiblichen Belegschaft bessernachvollziehen.

Mit mehr Frauen erfolgreicher und krisenresistenter

Divers geleitete Unternehmen sind erfolgreicher als solche mit einer rein männlichen Führungsebene. Die Unternehmensberatung McKinsey analysiert diesen Zusammenhang seit Jahren. In der neuesten McKinsey-Studie aus 2020 zeigt sich einmal mehr, dass der wirtschaftliche Erfolg in den Betrieben mit den meisten Frauen in der Führungsebene im Vergleich zu jenen, die mit weniger als zehn Prozent Frauenauskommen, um 48 Prozent höher ist. Die Rentabilität von ethnisch divers und international geführten Unternehmen ist sogar noch höher als jene, die "nur" auf weiße Frauen und Männer zurückgreifen.

Quoten wirken

Dass die Quote das Mittel der Wahl ist, zeigt der seit mehr als zehn Jahren von der Arbeiterkammer erstellte FrauenManagementReport. Jahrelang gab es auf der Top-Ebene keine Verbesserung, Frauen waren sowohl in den Aufsichtsräten und erst recht in den Vorständen nur mit der Lupe zu finden. Erst mit Einführung der Quotenregelung für den Aufsichtsrat kam Bewegung in diese Entscheidungsgremien. In Österreich gibt es aktuell eine Quote von 35 Prozent für Aufsichtsgremien in Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50 Prozent. Sie lag 2019 bereits bei 43,3 Prozent. Für 28 börsennotierte Unternehmen in der Privatwirtschaft gilt seit 2018 eine 30-prozentige Quote in Aufsichtsräten. Auch mit dieser erhöhte sich der Frauenanteil von davor 22,4auf 31,7 Prozent im vergangenen Jahr. Unternehmen, welche die Quote aktuell nicht erreichen, müssen bei einer Neubesetzung im Aufsichtsrat eine Frau besetzen. Ansonsten müssen sie den Posten frei lassen.

Der nächste Schritt, nämlich die Frauenquote im Vorstand, ist ein logischer Schritt. „Was Deutschland vormacht, muss Österreich jetzt nachmachen. Denn dass mit Freiwilligkeit nichts zu erreichen ist, davon können wir Frauen ein Lied singen“, so Rente Anderl, die Präsidentin der Arbeiterkammer

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